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Mohammed Abed Al-Jabri – Kritik der arabischen Vernunft. Die Einführung

Übersetzt von  von Vincent von Wroblewsky und Sarah Dornhof; Vorwort von Reginald Grünenberg und Sonja Hegasy, Perlen Verlag, Berlin 2009, 231 S.

Vier Jahrzehnte lang arbeitete der marokkanische Philosoph Mohammed Abed al-Jabri an der umfassenden und kritischen Reflexion des Niedergangs der arabischen Kultur. Sein Hauptwerk Naqd al-‚aql al-‚arabî, zu Deutsch ‚Kritik der arabischen Vernunft‘, erschien von 1984 bis 2001 in vier Bänden und löste von Marokko über Ägypten bis Syrien heftigste Diskussionen aus. Nachdem mehrere deutsche Verlage trotz großen Interesses mit Hinweis auf die Verfolgung von Salman Rushdie von einer Veröffentlichung abgesehen hatten, erschien die ‚Die Einführung zur Kritik der arabischen Vernunft‘ 2009 erstmals als Hardcover (232 Seiten) im Perlen Verlag und 2013 in einer aktualisierten und erweiterten Ausgabe als eBook. Deutschlandradio Kultur: „Ein epochales Werk!“

Mehr Informationen und Rezensionen auf www.kritikderarabischenvernunft.wordpress.com


Über den Autor: Mohammed Abed al Jabri (1935-2010) war einer der bedeutendsten Intellektuellen der arabischen Welt. Er wuchs als Berber in einer halbnomadischen Familie im Süden Marokkos auf. Nach der Koranschule absolvierte er eine Schneiderlehre, wurde Volksschullehrer und begann 1958 ein Philosophiestudium in Damaskus. 1970 wurde er mit einer Dissertation über Ibn Khaldun (1332-1406) promoviert. Bis zu seinem Tod 2010 war er Professor für Philosophie und islamisches Denken an der Universität Mohammed V. in Rabat/Marokko. Al-Jabri war einer der letzten arabischen Linken, die nicht zum Islam konvertiert sind. Im Dezember 2008 erhielt er den Preis für Freies Denken der Ibn Rushd Stiftung in Karlsruhe. Die Kritik der arabischen Vernunft ist sein Hauptwerk, das aus vier Bänden und einer Einführung besteht, die 2009 im Perlen Verlag erschienen ist.