Bücher, Carnets Jean-Paul Sartre

Sartre – Eine permanente Provokation

Die deutsche Sartre-Gesellschaft feierte 2013 ihr zwanzigjähriges Bestehen als ordentlich eingetragener, gemeinnützig anerkannter Verein und lud Sartre-Forscher und -Interessierte dazu ein, ihre aktuellen Ergebnisse und Überlegungen vorzustellen. In deutscher Übersetzung erscheint in diesem Band auch Sartres Rede «Die Wasserstoffbombe – Eine Waffe gegen die Geschichte» (1954). Möge Sartre eine Provokation bleiben, im etymologischen Sinne des provocare hervorrufen, herausfordern, oder, in seine Sprache übersetzt, ein Appell, ein Appell an die Freiheit – des Anderen, des Lesers, des Zeitgenossen und auch, wie dieser Band zu belegen hofft, an die Freiheit der Nachgeborenen. Ein Appell, der Zustimmung, auch Ablehnung, seltener jedoch Gleichgültigkeit hervorruft.

Inhalt

Vincent von Wroblewsky/Wolfgang Weber: 20 Jahre Sartre Gesellschaft in Deutschland – Burkhard Liebsch: Passionierte Freiheit als Gabe? Jean-Paul Sartres Entwürfe für eine Moralphilosophie im kontrolliert-anachronistischen Gegenwartsbezug – Vincent von Wroblewsky: Jean-Paul Sartre, um 1954 – Jean-Paul Sartre: Die Wasserstoffbombe – Eine Waffe gegen die Geschichte (übersetzt von Severin Eckert) – Dorothea Wildenburg: Die «Gabe» bei Jean-Paul Sartre. Unterwerfung, Anerkennung, Solidarität – Alfred Betschart: Sartre und Beauvoir – eine Ethik fürs 21. Jahrhundert – Tatjana Schönwälder-Kuntze: «Verstehen heißt, sich ändern, über sich hinausgehen» – Sartres kritisches Ethos – Thomas Wachtendorf: Zum Verhältnis von Anerkennung und ethischer Motivation – Marie-Andrée Charbonneau : Les annotations de Sartre dans l’Éthique de Spinoza. Pistes d’interprétation – Adrian van den Hoven: Sartre’s Story «The Wall», His Play The Victors and Kant’s Moral Principle «It Is a Duty to Tell the Truth» in a Philosophical, Literary and Political Context – Deise Quintiliano : L’esthétique de la mort et de l’amitié dans le projet (auto)biographique sartrien – Manuela Hackel: Der Andere im Selbst. Kierkegaard und Sartre zu einer Abhängigkeit – Alfred Dandyk: Zweideutigkeit und Komplementarität bei Kierkegaard und Sartre – Noémie Parant : Sartre et le langage du corps – Christine Daigle: Sartre and Beauvoir on Embodiment and Sexuality – Marie Minot : « Je serais comme un baromètre à capucin ». Cut-up aporétique sur l’inconciliabilité entre amour et stoïcisme – Gautier Dassonneville : Cartes postales (#Paris #Houston-Miami #Liège). De la synthèse appropriative de la ville à la découverte des irréalisables – Philippe Petit : Engagements de Sartre. Controverses sur Sartre – Gilles Hanus : Repenser la révolution. Du dialogue avec Sartre à la critique de la vision politique du monde – Vincent von Wroblewsky: Sartres Engagement – was bleibt?


Sartre – Eine permanente Provokation
Carnets Jean-Paul Sartre IV
Jahrbücher der Sartre-Gesellschaft e.V. Bd. 4
Herausgegeben von Vincent von Wroblewsky und Peter Knopp
Erscheinungsjahr: 2014

Frankfurt am Main, Berlin, Bern, Bruxelles, New York, Oxford, Wien, 2014. 323 S.
ISBN 978-3-631-65387-6 geb. (Hardcover)
ISBN 978-3-653-04609-0 (eBook)
Gewicht: 0.510 kg, 1.124 lbs

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